Landwirtschaft hätte bei Planung von Oberfischbacher Neubaugebiet eingebunden werden müssen

Der Freudenberger Stadtverband von Bündnis 90 / Die Grünen übt erneut Kritik an der Planung des Baugebietes „Auf´m Heidchen“ in Oberfischbach. Bereits im Januar äußerte die Partei Bedenken. Aus dem Grund, in erster Linie leer stehende alte Häuser für junge Familien nutzen zu wollen, kündigte die Fraktionsvorsitzende Christiane Berlin an, dass die Bündnis-Grünen der damaligen Beschlussvorlage aus dem Rat nicht folgen werden.

Wie Frank Langenbach – ein ortsansässiger Landwirt – im jüngsten Oberfischbacher Bürgergespräch klarstellte, stehe durch das Wegfallen der gepachteten Weideflächen sein Betrieb vor dem Aus. Bauer Langenbach betreibt seinen Biobauernhof nun bereits in der dritten Generation. „Aus unserer Sicht ist jeder Landwirtschaftsbetrieb, der sich in seiner Arbeitsweise an Natur, Nachhaltigkeit und Fairness orientiert ein Gewinn und somit eine Bereicherung für die Region“, erklärt Michel Schäfer, ein in Oberfischbach ansässiges Parteimitglied der Grünen. Gerade in der heutigen Zeit sollte es Aufgabe der Politik und der Gesellschaft sein, solche Betriebe zu erhalten und zu fördern.

Für Bündnis 90 / Die Grünen steht fest: Die Konsequenzen für die Landwirte vor Ort hätten zuvor besser beleuchtet und dargelegt werden müssen. Auch vor dem Hintergrund, dass die Stadt Freudenberg nicht über ausreichende Tauschflächen verfügt, um die Folgen des Projekts für die betroffenen Personen abzufedern. Eine Einbeziehung der regionalen Landwirtschaft in den Planungsprozess wäre eine echte Chance gewesen, das Vertrauen der Bürger*innen in die Politik zu stärken und unseren Politikbetrieb mit mehr Bürgerbeteiligung zu beleben.

„Wir hoffen, dass es Bauer Langenbach trotz dem Wegfall eines beachtlichen Teils seiner Wirtschaftsflächen gelingt, seine Arbeit auch in Zukunft fortsetzen zu können und wünschen ihm daher alles erdenklich Gute“, so Schäfer.

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