Gedenktafel für Opfer der Hexenverfolgung

Der Antrag für das Denkmal wird im nächsten Hauptausschuss am 20.9. diskutiert. Errichtet werden soll die Tafel an dem Ort, wo das Leiden damals begann.

Es ist ein dunkles Kapitel in Freudenbergs Geschichte: die Hexenverfolgung in den Jahren 1592 bis 1653. Unsere Fraktionsvorsitzende Christiane Berlin reichte nun einen Antrag beim Stadtrat ein, in dem die Fraktion das Aufstellen einer Gedenktafel für die damaligen Opfer fordert. „Es haben Bürger angerufen, sowohl aus Freudenberg als auch aus Siegen, die eine Gedenktafel für einen passenden Abschluss dieses unrühmlichen Teils der Geschichte halten“, vermeldete Berlin. Darunter sind auch Bürger gewesen, die bereits eine private Beteiligung an den Kosten angeboten haben.

Ein Arbeitskreis um Pfarrer Thomas Ijewski hatte sich vor fünf Jahren der Aufarbeitung dieser Thematik gewidmet. Aus den Forschungen ist unter anderem hervorgegangen, dass der Turm der ev. Kirche als Gefängnis für Verfolgte gedient hat, ehe diese nach Siegen überstellt, dort verurteilt und hingerichtet wurden. Die Gedenktafel soll daher in Nähe des Kirchturms errichtet werden. Pfarrer Ijweski steht der Anbringung offen gegenüber.

„Das hätten wir vor längerer Zeit schon machen können“, sagte Fraktionskollege Eberhard Schray. Der Abschlussbericht des Arbeitskreises um Pfarrer Thomas Ijewski liegt seit Jahren vor. Dieser sei aber nicht als solcher, sondern eher als Zwischenbericht angesehen worden, erwiderte Bürgermeisterin Nicole Reschke auf die Kritik, dass seither nichts mehr passiert sei in dieser Sache.

Quellen: Siegener Zeitung vom 20.7.2018 und Westfalenpost vom 18.7.2018

Unser Antrag

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