Möglichkeiten der innovativen Verkehrslenkung nutzen

„Jeder, der zu den Stoßzeiten durch Freudenberg muss, muss Zeit mitbringen“, stellen FDP-Fraktionschef Torsten Freda, Grünen-Fraktionssprecherin Christiane Berlin und CDU-Fraktionsvorsitzender Christoph Reifenberger fest. „Autos, LKWs und Busse kommen dann nur im Schritttempo vorwärts.“ Deshalb sprechen sich die drei Fraktionen für eine bessere Durchlässigkeit des Fahrzeugverkehrs durch die Kernstadt aus. „Das Thema ist ja nicht neu“, beziehen sich die drei Fraktionssprecher auf ein Gutachten aus dem Jahr 2009, das Lösungen für eine Ortsumgehung für Freudenberg oder für den Bau von Kreisverkehrsplätzen vorschlägt.

Unabhängig von den Planungen einer Ortsumgehung sehen die drei Fraktionen aber Handlungsbedarf: „Wir könnten uns zur Optimierung des Durchflusses vorstellen, Stichwort Digitalisierung, dass mit entsprechenden Wechsellichtzeichen, wie man sie von Autobahnen kennt, ad hoc die Beschilderung den Verkehrsverhältnissen angepasst werden kann. Außerdem wäre beispielsweise eine Verkehrslenkung über die Installation von festen Verkehrsschildern exemplarisch zur vorgeschriebenen Fahrtrichtung möglich.“ Verbesserungsbedarf wird auch in der Ampelschaltung gesehen und der Bau von Kreisverkehren beispielsweise im Kreuzungsbereich Siegener und Olper Straße sowie der Bahnhofstraße könnte ebenfalls Abhilfe schaffen.

Um kein Geld für weitere Gutachten und Machbarkeitsstudien auszugeben, wollen FDP, Grüne und CDU in der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses beantragen, dass eine entsprechende Planung auf Basis des vorhandenen Gutachtens und in Abstimmung mit dem Landesbetrieb Straßen.NRW, der die Planung durch entsprechende Fachleute übernehmen soll, erfolgt. „An der Situation hat sich seit dem Verkehrsgutachten ja nichts verbessert, sondern es ist schlimmer geworden. Wir könnten uns vorstellen, eine Planungsvereinbarung abzuschließen und gegebenenfalls Mittel bereitzustellen. Zunächst sind aber Gespräche zu führen“, so Freda, Berlin und Reifenberger. Anschließend, so der Gedanke der drei Fraktionen, sollte dann die Umsetzung erfolgen.

„Mit Blick auf die Kosten schlug Reifenberger eine modifizierte Beschlussformulierung vor, in der die Verwaltung beauftragt wurde, Gespräche mit dem Landesbetrieb hinsichtlich der Durchlässigkeit, Kreisel, Ampeln u. a. zu führen. Bei den Planungskosten solle aber der Bauausschuss wieder eingeschaltet werden.“ (SZ, 08.02.2018).

Die zuvor von der Verwaltung vorgeschlagenen 30.000 € werden nun gesplittet. Damit stehen der Verwaltung 15.000 € für die weitere Planung zur Verfügung. Bei höheren Kosten soll der Ausschuss nochmals beraten.

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